Neues Jahr- neue Chancen – Parlamentarischer Abend der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks

2026 soll das Jahr der Taten werden

Wiesbaden. Am 4. Februar haben die Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks e. V. (AHH) wieder zu ihrem alljährlichen Neujahrstreffen ins Kurhaus Wiesbaden eingeladen. Über 200 Gäste waren der Einladung von Präsident Alexander Repp gefolgt.

„Ein neues Jahr bietet neue Chancen, aber auch neue Möglichkeiten, wieder enttäuscht zu werden“, eröffnete Alexander Repp den Abend. In seiner Rede mahnte er an, dass es nun seitens der Bundesebene echte, für den Mittelstand spürbare Reformen braucht. Strukturelle Probleme dürfen nicht mehr länger durch Debatten um Symbolpolitik überdeckt werden.

Zugleich unterstrich Repp die zentrale Bedeutung der Kommunen für das Handwerk. Denn auch wenn die Kommunalebene nicht das große Parkett der Weltpolitik sei, liegen dort die Wurzeln des Handwerks. „Die Kommunen waren dem Mittelstand schon immer Auftraggeber und Partner. Kommunale Investitionen entscheiden maßgeblich darüber, wie sich die Stimmung und das Vertrauen im Land entwickelten“, so Repp weiter.

Der Fokus seiner Rede lag jedoch auf der Leistungsfähigkeit des Handwerks: „Was wir im Handwerk schaffen, hält lange. Unsere Arbeit prägt Städte und Dörfer, sie ist Ausdruck unserer Kultur. Wir wirken im Kleinen wie im Großen“. Ohne das Handwerk, so Repp, funktioniere das gesellschaftliche Miteinander nicht.

Zuletzt wies er auf die konstruktive Zusammenarbeit mit der hessischen Landesregierung hin. Diese war am Abend durch Kaweh Mansoori, stellvertretender Ministerpräsident und hessischer Wirtschaftsminister, vertreten. In seinem Grußwort betonte Mansoori die zentrale Rolle des Handwerks für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes: „Das klare Ziel der Landesregierung ist es, die Rahmenbedingungen für den Mittelstand und das Handwerk in Hessen zu verbessern, Vertrauen zurückzugewinnen und Zuversicht zu stärken. Denn eine gute Wirtschaftsstimmung ist die Voraussetzung für gute und stabile Ausbildungsplätze, für solide Beschäftigung und wichtige Investitionen.“

Der letzte Teil des Abends war der Podiumsdiskussion der im Hessischen Landtag vertretenen Parteien gewidmet. Unter der Moderation von Ariane Focke diskutierten Dr. Ralf Norbert Bartelt (stv. Fraktionsvorsitzender CDU), Tobias Eckert (Fraktionsvorsitzender SPD), Andreas Lichert (stv. Fraktionsvorsitzender AfD), Oliver Stirböck (Parlamentarischer Geschäftsführer FDP) und Mathias Wagner (Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen) über handwerkspolitische Themen. Im Mittelpunkt stand die Verteilung des Sondervermögens in Hessen und die damit verbundenen Chancen für das Handwerk. Klar wurde: Hessen gibt mehr weiter als andere Bundesländer, das ist eine Chance für das Handwerk vor Ort. Den Abschluss des Programms bildete ein Handwerksquiz. Moderatorin Ariane Focke stellte drei handwerksspezifische Fragen, die von den Diskutanten beantwortet werden mussten.

Bereits bei der Ankunft im Foyer fiel ein besonderes Highlight ins Auge. Die größte optische Brille war ausgestellt, um das Handwerk der Augenoptik sichtbar zu machen. Konstruiert wurde sie vom Tettnanger Optikermeister Sven Empen. Die Brille ist 3,90 Meter lang, 3,50 Meter breit und wiegt über 300 Kilo. Insgesamt wurden 648 Brillengläser mit der Sehstärke 0,25 Dioptrien eingearbeitet.

Mehr Wichtiges & Aktuelles