04.02.2016 - Handwerk fordert von Politik mehr Investitionen und weniger Bürokratie


Handwerk fordert von Politik mehr Investitionen und weniger Bürokratie

Ministerpräsident Bouffier zollt Handwerk Respekt für gelebte Integration

Eine klar durchdachte Investitions- und Integrationspolitik forderte der neu gewählte Präsident der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks (AHH) Jochen Honikel vor über 200 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft in Wiesbaden. Beim traditionellen Parlamentarischen Neujahrstreffen der AHH betonte er die Notwendigkeit, Asylsuchende schnellstmöglich in Gesellschaft und Wirtschaft zu integrieren: „Das hessische Handwerk möchte Schnell-Praktika anbieten. Voraussetzung ist aber, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden und dass das Verfahren einfach zu verwalten ist. Hier besteht seitens der Politik noch Handlungsbedarf.“ Honikel betonte darüber hinaus die Besonderheiten des Handwerks in Hessen: „Das Handwerk ist in der Region und in unserem Land verwurzelt. Ein Handwerker verlagert nicht einfach Produktionsstätten ins Ausland. Unsere Unternehmer zahlen hier ihre Steuern, stellen hier vor Ort die Mitarbeiter ein. Diese Unternehmen erwirtschaften einen Umsatz von über 33 Mrd. Euro pro Jahr. Damit ist das Handwerk ein wichtiger Stabilisator unserer Gesellschaft.“

Die Neujahrsgrüße der hessischen Landesregierung überbrachte Ministerpräsident Volker Bouffier. Bouffier stimmte den Ausführungen Honikels zu: „Die Bereitschaft des Hessischen Handwerks, in ganz Hessen binnen kürzester Zeit über 1.000 Qualifizierungsangebote für Flüchtlinge bereitzustellen, verdient großen Respekt. Davon profitieren alle – die Flüchtlinge, die Handwerksbetriebe und die ganze Gesellschaft.“ Bouffier zeigte sich weiterhin zuversichtlich für 2016: „Die Prognosen der Forschungsinstitute, der Bankvolkswirte und auch die Umfragen der Kammern hier im Rhein-Main-Gebiet gehen alle von einem soliden Wachstum aus. Der deutsche und der hessische Konjunkturmotor laufen rund, das Konsumklima ist hervorragend – das alles hilft der hessischen Wirtschaft und damit auch dem hessischen Handwerk.“

In den kurzen Statements der Vorsitzenden der Landtagsfraktionen bestätigten Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD), Mathias Wagner (Bündnis 90/Die Grünen) und Florian Rentsch (FDP) die Einschätzung Honikels. Die im Landtag vertretenen Fraktionen suchten gezielt den Dialog mit dem hessischen Handwerk. Bei den aktuellen Herausforderungen wie z.B. der finanzielle Ausstattung der Kommunen, dem Investitionsstau oder der Energiewende, sollen in gemeinsamen Gesprächen die Belange und Lösungsvorschläge des Handwerks diskutiert werden.





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