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DIE ARBEITGEBERVERBÄNDE

 

Die Stimme des hessischen Handwerks

Die Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks sind der Zusammenschluss von 30 handwerklichen Fachverbänden, in denen rund 15.000 Betriebe freiwillig organisiert sind.

Als Interessenvertretung der Arbeitgeber im hessischen Handwerk sind wir über all dort aktiv, wo hessenweite gemeinsame Positionen zu erarbeiten und zu vertreten sind.

Wir sind der zentrale Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft und Presse.  Eine Vielzahl an Themen gilt es gemeinsam zu gestalten, im Interesse unseres Landes und des hessischen Handwerks.

Jochen Honikel, Malermeister und Präsident der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks


Wir setzen uns ein

Die handwerklichen Fachverbände stehen als Experten ihres Gewerks jederzeit als Ansprechpartner für die Medien und die Politik zur Verfügung. Wir als AHH bündeln diese vielfältigen Kompetenzen, um mit einer Stimme für die übergeordneten Ziele des freiwillig organisierten Handwerks zu sprechen. Denn das Handwerk mit seinen Arbeits- und Ausbildungsplätzen und dem fachlichen Knowhow bildet eine wichtige Stütze in unserer Gesellschaft. Dieser Verantwortung und Verpflichtung sind wir uns bewusst.

Über den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin und mit dem Hessischen Handwerkstag ist die AHH eng in die politischen Aktivitäten des Handwerks eingebunden. Als Landesorganisation lassen wir bei aller regionalen Fokussierung den nationalen und europäischen Blickwinkel nicht aus den Augen. Als Sprachrohr tragen wir die Themen, Sorgen und Forderungen des hessischen Handwerks selbstbewusst in die Öffentlichkeit.

Wir setzen uns ein – für die Wirtschaftsmacht von nebenan!

Rainer von Borstel, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks

WICHTIG & AKTUELL

04. August 2016

Arbeitgeber im Handwerk sehen existenzielle Gefahr durch blaue Plakette

Arbeits- und Ausbildungsplätze bedroht

Mit großer Sorge betrachten die Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks (AHH) die im Raum stehende Einführung einer sogenannten Blauen Plakette. Damit soll mittelfristig neben gering emittierenden Benzin-, Elektro- und Hybridfahrzeugen nur noch Dieselfahrzeugen mit geringen Emissionen die Einfahrt in belastete Städte erlaubt werden.

„Das hätte enorme Auswirkungen für unsere Betriebe. Eine blaue Plakette würde laut ADAC rund 13 Millionen Dieselfahrzeuge aus den Innenstädten aussperren – etwa 90 Prozent des Bestands. Viele Politiker scheinen nicht zu wissen, dass dem Handwerk nach wie vor keine praxistauglichen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben als Benzin oder Diesel zur Verfügung stehen, die die Kriterien eines Handwerkerfahrzeugs in der Gewichtsklasse zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen erfüllen“, kritisierte der Präsident der AHH, Malermeister Jochen Honikel.

Dieselfahrzeuge spielen für Handwerker eine zentrale Rolle im betrieblichen Alltag. Entweder fahren sie selbst damit oder ihre Kunden beziehungsweise Lieferanten sind zwingend darauf angewiesen. Beispielsweise im Bau- und Ausbauhandwerk erfüllen aber lediglich 3 % der LKW die Euro-6-Norm als Voraussetzung für eine blaue Plakette.

„Ein schneller Umtausch dieser Fahrzeugflotte ist zum jetzigen Zeitpunkt mehr als unrealistisch, zumal entsprechende Filter oder Luftreinigungsanlagen nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Handwerksleistungen würden wieder einmal durch kostentreibende, staatliche Auflagen verteuert“, betont auch Rainer von Borstel, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände.

Gerade für mittlere Unternehmen mit fünf bis neun tätigen Personen werde die schnelle Umstellung zum Problem, denn in dieser Größenklasse sei die Fuhrparkmodernisierung für den Großteil nicht finanzierbar. Könnten aber Aufträge in Städten nicht mehr wahrgenommen werden, drohten erhebliche Umsatzeinbußen. Auch dürfte sich ein Handwerkermangel in den Städten bemerkbar machen.

„Wir appellieren als Handwerker, Unternehmer und Arbeitgeber an die Umwelt- und Verkehrsministerkonferenz, die Einführung der blauen Plakette zu stoppen. Bei der Schaffung von alternativen emissionssparenden Lösungen sind Übergangsregelungen für kleine Betriebe erforderlich. Innerstädtisches Arbeiten muss auch weiterhin möglich sein“, forderte Jochen Honikel abschließend.

21. Juni 2016
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, der Chef der Hessischen Staatskanzlei Axel Wintermeyer, die hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich und der Sprecher der Hessischen Landesregierung Michael Bußer nahmen mit Handwerksvertretern am Treffen von Handwerk und Politik zum „Rheingauer Dialog" teil.

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